my leica experience

 

der name leica ist mehr als ein markenname. er steht für eine eigene spielklasse, die verheißung von qualität, ruhm und ehre. die besten reportagefotos des letzten jahrhunderts (in krieg und frieden) wurden mit einer leica aufgenommen. leicas waren klein und handlich, ihre mechanik zuverlässig und sie lösten fast unhörbar aus.

 

ich hatte das vergnügen mit einer leica IIIf aus dem jahr 1937 arbeiten zu dürfen. im leicastore in münchen als vintage modell erstanden, war die frage zu klären, ob das 83 jahre alte stück feinmechanik noch zum fotografieren taugte. erst dachte ich, die analoge fotografie sei umständlich und langsam. braucht man doch einen separaten belichtungsmesser und muss alles von hand einstellen. aber das gegenteil war der fall.

 

mit meinem seconic belichtungsmesser  war die lichtmenge im motiv ruck zuck gemessen, dann objektiv rausziehen, blende einstellen, kamera spannen (was gleichzeitig den film transportiert), belichtungszeit einstellen, schärfe über den eingebauten entfernungsmesser einstellen und klick. schon passiert. 

 

ich hatte sicherheitshalber einen hochempfindlichen ilford hp5 auf 800 asa gewählt um nicht am elmar 50 1:3,5 zu scheitern. bei sonne, draußen musste ich dann tatsächlich voll abblenden und die schnellste verschlusszeit von 1/500 sek wählen. auch diese extrem kurze zeiteinstellung, bekanntlich die archillesferse alter feinmechanik, ließ sich ohne probleme auslösen und "klang" zumindest nicht verzögert. dass ich in 2 tagen nur 36 aufnahmen belichtet hatte war zwar ungewohnt, aber man schaut länger hin und löst seltener aus als mit einer digicam. die erfahrung war super. die bilder tatsächlich wie aus einer anderen zeit. korn und schärfe wie wir es heute gar nicht mehr kennen.

 

#theleicalook anders, aber durchaus sehr schön. hat spaß gemacht, danke leica IIIf.